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Digitale Souveränität beginnt mit einem souveränen Netzwerk


08. February 2022


Die Modernisierung und Digitalisierung der Verwaltung sind große Aufgaben, die naturgemäß auch für die Behörden in Deutschland einige Herausforderungen mit sich bringen. Insbesondere gilt es, die Digitalisierung einzelner Prozesse nicht isoliert, sondern ganzheitlich zu betrachten, inklusive der erforderlichen Infrastruktur. Die letzten Monate haben es gezeigt: Videokonferenzen, ortsunabhängiger Informationsaustausch, schnelle Entscheidungen für ein behördenübergreifendes Krisenmanagement – all das funktioniert nur mit einer modernen IT-Infrastruktur als Grundlage für eine erfolgreiche Digitalisierung.

Die Netzstrategie der Bundesregierung liefert Behörden und Verwaltungen eine gute Vorlage dazu, wie sie modernisieren können und zu Netzwerken gelangen, die ihren aktuellen und zukünftigen Bedarf erfüllen. Die Anforderung an Behörden dabei lautet, ihre Digitale Souveränität zu stärken. Souveränität heißt, dass sie nicht auf einzelne Anbieter festgelegt sind und die Wahl, Kontrolle und Gestaltungsräume haben. Konkret bedeutet das, dass sie in der Lage sein müssen, die Entwicklung von Lösungen zu beeinflussen sowie gegenüber Herstellern und Dienstleistern im Sinne ihrer Interessen zu agieren und sich frei zwischen diesen entscheiden zu können.

All das lässt sich gut realisieren – und es beginnt mit einem souveränen Netzwerk.

Eine digitalisierte Verwaltung mit digitalisierten Prozessen stellt andere Anforderungen an die eigene Infrastruktur als früher. Wenn viele MitarbeiterInnen auch mobil oder im Homeoffice arbeiten, wenn Informationen zwischen unterschiedlichen Behörden problemlos ausgetauscht oder innovative Dienste von Cloud-Anbietern miteingebunden werden sollen, dann ist das nicht mit einer Infrastruktur möglich, die auf ein zentrales Rechenzentrum und zentrale Arbeitsstrukturen ausgelegt ist. Um die entsprechende Performanz, Verfügbarkeit und Sicherheit zu gewährleisten, die sich den unterschiedlichen Behördenbedürfnissen anpasst, ist ein dynamisches Netzwerk erforderlich!

Das Fundament für die Digitalisierung von Prozessen ist das Netzwerk

Über Software-Defined Networking (SDN) ist all das abbildbar – und gleichzeitig eine Produktreife geboten, die den Einsatz in der Verwaltung ermöglicht. SDN erlaubt es, funktionale, dynamische und flexible Netzwerke zu gestalten und zu betreiben, ohne Kompromisse bei der Sicherheit und der Souveränität machen zu müssen. Ein großer Vorteil für Behörden und Verwaltungen liegt darin, dass sie die Sicherheitsvorgaben definieren können, die dann im Netzwerk überwacht und durchgesetzt werden. Damit lassen sich Behörden untereinander verbinden und der jeweils unterschiedliche Sicherheitsbedarf (von Ausfallsicherheit über Datenschutz bis zu Geheimhaltung) stringent und zielgenau erfüllen.

SDN bildet das Fundament für dynamische Netzwerke, mit denen sicheres und flexibles Arbeiten ermöglicht wird – mit all den Vorteilen, die MitarbeiterInnen aus dem Privatleben längst kennen, mit Systemen und Software, die alle Anforderungen einer Behörde erfüllen. Damit stellt SDN ein Kernelement für die souveräne Gestaltung der Digitalisierung dar.

Ein Fundament, auf dem Digitalisierung souverän gestaltet werden kann

Durch den Einsatz von modernen, softwaregesteuerten Netzwerken können Behörden und Verwaltungen ihre Digitale Souveränität stärken. Denn sie erhalten Zugriff auf eine funktionale, flexible und sichere Infrastruktur. Dabei üben sie durch Vorgaben die Kontrolle aus – und können durch den Rückgriff auf eine modulare Architektur aus einer breiteren Zahl von Herstellern wählen. Der automatisierte Betrieb durch Dienstleister entlastet die eigene IT dabei zusätzlich. Sie gewinnen Gestaltungsräume.

Ein souveränes Netzwerk ist das Fundament, doch zur Gestaltung Digitaler Souveränität gehören noch weitere Facetten. Diese werden wir in kommenden Blogbeiträgen erläutern – um Behörden und Verwaltungen mit unserem Know-how zur Seite zu stehen.


Sascha Lobo Podcast Zukunft verstehen

 

Mehr zum Thema Souveränität gibt es auch im aktuellen Podcast “Zukunft verstehen” von Sascha Lobo zusammen mit Jonas Rahe und Ann Cathrin Riedel (Digitalpolitikerin FDP, LOAD eV).

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