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Das Internet of Things ist auf dem Vormarsch – und schafft greifbare Ergebnisse


02. Dezember 2014


Es ist erstaunlich, welche Entwicklung das Internet of Things (IoT) in gerade einmal 12 Monaten genommen hat. Auf dem zweiten Internet of Things World Forum kamen mit 1.500 Teilnehmern in diesem Jahr fast doppelt so viele Vertreter aus Unternehmen und Startups, dem öffentlichen Sektor sowie aus Wissenschaft und Forschung zusammen.

Das IoT wächst schneller als jeder andere Technologie-Trend:

  • Anfang des Jahres positionierte Gartner IoT an der Spitze seines „Hype Cycles“. Das bedeutet, dass IoT inzwischen am Höhepunkt der Erwartungen des Marktes angekommen ist und in fünf bis zehn Jahren weitreichenden Einsatz finden wird.
  • Auch in den Medien ist das Thema allgegenwärtig: Während das IoT im Jahr 2012 nur 4.000 Mal Erwähnung fand, stieg die Anzahl der Berichterstattungen 2014 auf über 45.000 an.
  • IDC erwartet in den nächsten Jahren ein exponentielles Wachstum im IoT-Markt und prognostiziert, dass Machine-to-Machine-Verbindungen bis 2017 die Zahl der Machine-to-People-Verbindungen übersteigen werden – eine Entwicklung, die den Trend in Richtung IoT im Fertigungsbereich widerspiegelt.
  • Die Anzahl der Entwickler im IoT-Bereich hat sich nahezu verdreifacht.
  • Und aus einer vom Economist weltweit durchgeführten Umfrage unter Führungskräften geht hervor:
    • 95% gehen davon aus, dass ihr Unternehmen das IoT in den nächsten 3 Jahren in irgendeiner Form nutzen wird.
    • 63% erwarten sich vom IoT Wettbewerbsvorteile und sind der Ansicht, dass sie hinter ihren Wettbewerbern zurückfallen werden, wenn sie das IoT nicht in ihre Unternehmen integrieren.
    • 58% sind der Meinung, dass ihre Regierungen das IoT in öffentlichen Infrastrukturen vorantreiben sollten, z. B. in Smart Cities, auf Flughäfen und Bahnhöfen etc.

Diese Studien und Statistiken zeigen: Das IoT ist keine Vision mehr, sondern Realität. Und die Gestaltung dieser Realität anhand von IoT-basierten Innovationen bildete eines der Kernthemen des Internet of Things World Forum. Zu den Vorzeigeprojekten in Barcelona, Kopenhagen, Hamburg und Songdo gesellen sich inzwischen – neben zahlreichen weiteren Smart Cities weltweit – auch Beispiele aus praktisch allen vertikalen Marktsegmenten, vom Gesundheitswesen über die Fertigungsindustrie, die Öl- und Gasbranche, das Finanz- und Versicherungswesen bis hin zum Gastgewerbe. Die interaktive Weltkarte zum Einsatz des IoT zeigt mit über 260 Beispielen auf eindrucksvolle Weise die Breite und Tiefe dieser Entwicklung.

In Chicago wurden in diversen Keynotes und mehr als 60 Breakout-Sessions beeindruckende Bespiele für das IoT in der Praxis vorgestellt, darunter:

  • Die Stadt Chicago, die im Rahmen ihres Smart City-Projekts den Fokus auf intelligente Bildungslösungen setzt.
  • Eine Demo für Connected Manufacturing auf Basis der ACI, die John Chambers während seiner Keynote präsentierte und aufzeigte, wie Prozesse innerhalb weniger Minuten automatisiert werden können.
  • Rio Tinto, ein Bergbauunternehmen, das riesige LKW autonom über die Cloud steuert. Jedes dieser Fahrzeuge liefert dem Unternehmen mithilfe von etwa 200 Sensoren äußerst aufschlussreiche Echtzeitdaten, anhand derer die Produktionsvorteile sowie die Kosteneinsparungen dieser Implementierungen ermittelt werden können.

Die Grundlage für all diese Projekte – und für deren Sicherheit – bildet Fast IT. Zwar stehen Datenanalysen nach wie vor an erster Stelle, wenn es um das Potenzial des IoT geht, große Vorbehalte bestehen aber weiterhin in Bezug auf die Sicherheit – und das branchenübergreifend. Die Herausforderungen ebenso wie die Chancen, die sich durch das IoT ergeben, kann allerdings kein Unternehmen im Alleingang angehen. Wir alle bilden quasi ein „Ökosystem“, das Innovationen sowohl unternehmensintern als auch -extern schafft und fördert.

In einem meiner letzten Blogbeiträge „Why do European cities lead …“ (Warum europäische Städte führend sind …) habe ich aufgezeigt, warum ich Europa bei IoE-Innovation an der Spitze sehe. Umso mehr hat es mich gefreut, dass drei europäische Unternehmen zu den Gewinnern der IoT Security and Innovation Grand Challenges gehörten, die Anfang dieses Jahres vorgestellt wurden:

Das Berliner Startup relayr belegte den ersten Platz (150.000 US-Dollar Preisgeld) bei der IoT Innovation Grand Challenge. Nach einer Live-Beurteilung in Chicago wurde das Unternehmen für das IoT-Starter-Kit „WunderBar“ ausgezeichnet. Das Kit, das aussieht wie eine Tafel Schokolade, erleichtert Entwicklern die Erstellung von Lösungen für das intelligente Zuhause, für Uhren und sogar für Autos.

Die vier Gewinner der IoT Security Grand Challenge erhielten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 75.000 US-Dollar.

Das slowakische Startup Excalibur geht mit dem ersten Produkt, das mit heutigen passwortbasierten Systemen kompatibel und gleichzeitig nahtlos und sicher ist, neue Wege bei der Authentifizierung. Die Vision des Unternehmens: Eine Infrastruktur für das Zeitalter des IoT, in der die Authentifizierung allgegenwärtig ist, sodass keine Passwörter mehr benötigt werden.

Der zweite Gewinner, das deutsche Startup Aircloak, entwickelt gemeinsam mit dem in Kaiserslautern ansässigen Max Planck-Institut für Softwaresysteme eine Lösung, die extrem genaue Analysen aggregierter Nutzerdaten ermöglicht und dabei gleichzeitig kompromisslosen, nachweisbaren Datenschutz für Nutzer sicherstellt.

Mehr als 900 Unternehmen aus 71 Ländern nahmen am Wettbewerb teil. An dieser Stelle möchten wir nochmals allen Gewinnern gratulieren!

Was Innovationen bei Cisco angeht, so haben wir nicht nur die zweite Phase unserer Fog-Computing-Strategie mit unserer neuen IOx-Plattform für industrielle IoT-Installationen vorgestellt. Wir bieten außerdem ein IoT-Referenzmodell, das replizierbare Architekturen für industrielle IoT-Installationen umfasst, die mithilfe von Big Data und IoT-Analysen fundiertere Entscheidungen ermöglichen.

Die für mich wichtigste Erkenntnis in diesem Jahr: Der Fokus liegt klar auf kundenorientierter Innovation. Während es beim ersten IoT World Forum in erster Linie um zukünftige Potenziale und die Evaluierung des Marktvolumens ging, standen in diesem Jahr reale Projekte im Vordergrund, die durch innovative neue Vernetzungsmöglichkeiten Mehrwerte schaffen. Tatsache ist, und das heute mehr denn je: Diejenigen Unternehmen, die nicht auf Innovation setzen, werden ins Hintertreffen geraten. Das beste und sicher nicht das letzte Beispiel, das momentan im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit steht und eine Branche in Aufruhr versetzt, ist Uber. Und es zeigt: Jedes Unternehmen muss ein Technologieunternehmen werden.

Ich bin bereits gespannt darauf, EMEAR an der Spitze der Entwicklung des Internet of Everything zu sehen.

 

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1 Kommentare

  1. E ’stato fantastico sono davvero

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