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SD-WAN – eine Business-Sicht (Teil 2/2)


4. October 2018


Es freut mich, Sie hier im zweiten Teil wieder anzutreffen !

Die Treiber

Im ersten Teil habe ich die Treiber der meisten Kunden für SD-WAN beleuchtet.

Zusammengefasst, sind es:

  • Die Digitalisierung bringt mehr Geräte ans Netz und lässt die Datenmenge stetig steigen
  • Die steigende Datenmenge erfordert eine Erhöhung der Anschluss-Bandbreite, was wiederum die Kosten ansteigen lässt
  • Die Verschiebung und Nutzung der Daten in public Cloud Services erfordert ein Re-Design der WAN Architektur
  • SD-WAN als Lösung bietet die Möglichkeit, sich unabhängig vom Transport-Layer freier zu bewegen und günstige Verbindungsleitungen einzusetzen
  • Das Überwachen und die modernen Analytics Funktionen geben eine bessere Sicht auf die Daten die per WAN übertragen werden

 

Die aktuelle IDC-Studie zu SD-WAN

Die oben genannten Gründe sind im Prinzip die offensichtlichsten, aber richtig interessant wird es, wenn aktuelle Studien wie die von IDC zum Thema SD-WAN mit berücksichtigt werden.
Die IDC hat im Januar 2018 eine Studie zum Thema SD-WAN erstellt und sie können die kompletten Unterlagen hier beziehen. Die Studie wurde im Auftrag von Cisco erstellt und gibt ein gutes Bild über die Herausforderungen von mehr als tausend Firmen im WAN Bereich.

 

Was ist den Firmen wichtig im Zusammenhang mit dem WAN

Einige Auszüge davon zeigen, das die CIOs generell neben den Kosten auch noch weitere Themen als wichtig deklariert hatten:

1)  SD-WAN ist ein aktuelles Thema, über 45% der mehr als tausend befragten Firmengeben an dass sie SD-WAN basierende Technologien in den nächsten 12 Monaten einsetzen möchten.

2) Gemäss den Firmen sind die folgenden Themen mit Abstand die wichtigsten, wenn es um die Herausforderungen im WAN Umfeld geht:

  • Sicherheit von Web und Internet Applikationen
  • Die hohe Komplexität beim Betrieb von verschiedenen Technologien wie MPLS, Ethernet, Internet, DSL sowie 4G Verbindungen
  • Das Fehlen von Analytics und der Transparenz der übertragenen Daten im WAN Bereich -> Man ist heute generell im “Blindflug” unterwegs und verlässt sich auf ein generelles SLA
  • Die Schwierigkeit, lokale als auch nicht lokale Applikationen konsistent für alle Benutzer managen zu können

 

 

Die SD-WAN Lösungen sind einsatzbereit

 

SD-WAN kann als mögliche Lösung für die erwähnten Herausforderungen durchaus eine interessante Möglichkeit sein, ein bestehendes WAN Netzwerk zu überdenken und neue Wege zu gehen – Cisco hat mit der Meraki SD-WAN als auch mit der Cisco SD-WAN Lösung zwei interessante Pfeile im Köcher. Mehr Details zu SD-WAN sind auch hier zu finden.

Make or buy ?

Die Lösungen, die wir seitens Meraki oder Cisco SD-WAN liefern, können sie als Kunde entweder selber aufbauen und betreiben (make), oder via einem Service Provider oder Cisco Partner als SD-WAN Service einkaufen (buy). Der Unterschied in beiden Fällen ist die Unabhängigkeit der Transport-Schicht – es können auf günstigere Leitungen gesetzt und/oder diese in Kombination mit den bestehenden oder neuen WAN Leitungen eingesetzt und kombiniert werden. Diese Pfade werden nun alle aktiv/aktiv betrieben und somit addieren sich die Bandbreiten zu einer logischen Verbindung. Mit der Analytics die SD-WAN bietet wird nun auch sichtbar, welche Protokolle mit welcher Bandbreite über die Leitungen fliessen, dies erhöht die Transparenz und Planungssicherheit.
Die Wahl, ob “make” oder “buy” der korrekte Ansatz ist, muss jede Firma für sich selber entscheiden, neu beim Einsatz von SD-WAN ist hingegen die Unabhängigkeit des Transport-Layers und die Analyse-Fähigkeiten der Lösung.

Beispiel Cisco

Ein sehr interessantes Beispiel ist Cisco selber, denn wir sind mit 70’000 Mitarbeitern und einem weltweiten Netzwerk in über 100 Ländern einer der grössten Kunden von uns selbst – und wir verwenden natürlich unsere eigene Technologie, um die Datenservices für alle Cisco Mitarbeiter zu gewährleisten. So schreibe ich aktuell diesen Bericht aus meinem “HomeOffice” zuhause, bin aber trotzdem für alle Kunden oder Arbeitskollegen während dieser Zeit via Video, Telefon, Mail oder Chat erreichbar wie wenn ich im Cisco Büro in Zürich sitzen würde – die interne IT und die Digitalisierung macht dies möglich.

Cisco on Cisco” ist darum der Begriff für die Cisco eigene IT, die für 70’000 anspruchsvolle Cisco Mitarbeiter weltweit die Informatik-Dienste sicherstellt – und nun selbst mit grossem Erfolg auch SD-WAN einsetzt und von Kostenreduktionen von 30% der operationellen Kosten im WAN spricht.

Kosten senken

In den meisten Fällen ist der Treiber für eine SD-WAN Lösung die Verwendung von public Cloud Services sowie der Kostendruck.
Die public Cloud Dienste können mit einer Meraki oder Cisco SD-WAN Lösung  wesentlich optimaler genutzt werden als früher mit einem zentralisierten “non-SD-WAN” Ansatz.
Die Kosten können mit der neuen Lösung deutlich reduziert werden – im Beispiel von Cisco on Cisco von oben werden Einsparungen bis zu 30% in den operationellen WAN Kosten sowie einer Reduktion von 25% des WAN-Verkehrs erzielt. Im Umkehrschluss heisst dies, das die Bandbreiten der WAN Leitungen durch die Optimierungen von SD-WAN um 25% gesenkt werden könnten, ohne das die Qualität des Datenverkehrs abnehmen würde.
Das alles sind Einsparungen auf OPEX Ebene, die wiederkehrend und darum wesentlich interessanter sind als reine CAPEX Reduktionen.
Zusätzlich kommt hinzu, dass durch die Entkoppelung des Transport Layers vom SD-WAN Overlay auch günstigere, reine Transport-Leitungen eingekauft werden könnten, was die WAN-Kosten weiter sinken lässt, der ROI Kalkulator zeigt hierzu einige interessante Beispiele auf.

Zusammenfassung:

  • Die Digitalisierung verändert im WAN Bereich einiges – sie lässt generell die Anzahl Geräte und die Datenmenge ansteigen, was im alten Modell nur mit Bandbreiten-Erhöhung begegnet werden kann und zu grossen Preissprüngen führt – dies schlägt direkt auf die wiederkehrenden, operationellen Kosten durch.
  • Der Einsatz von public Cloud Diensten verändert die Datenflüsse, es werden vermehrt Daten ins Internet übertragen und weniger ins heimische Datencenter
  • SD-WAN entkoppelt mittels einem verschlüsselten “overlay” den Transport-Layer und bringt darum Unabhängigkeit betreffend der Wahl der Transport-Providers
  •  “Make or Buy” – beides ist möglich, benötigt werden auf Transport-Ebene nur noch IP-Verbindungen
  • Durch den Einsatz der intelligenten Lösung können mehrere Datenpfade parallel benutzt werden und Analytics Fähigkeiten ermöglicht es, die Datenflüsse transparent auszuweisen
  • Kosten können sowohl auf operationeller Seite als auch auf Seiten der WAN-Leitungen eingespart werden
  • Die Kosten einer SD-WAN Lösung wird mit den Einsparungen deutlich amortisiert

 

 

Kundenreferenzen

Es gibt bereits einige Kunden welche die aktuellen SD-WAN Lösungen im Einsatz haben:
Referenzen Cisco SD-WAN (Viptela)
Referenzen Meraki SD-WAN

Diskutieren sie mit uns und nutzen sie das Kommentarfeld unten – was ist ihre Meinung ?
Anregungen und Kommentare sind gerne willkommen !

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Am 7. und 8. November findet übrigens die FutureWAN’18, der von Cisco veranstaltete virtuelle SD-WAN Summit statt. Hier können Sie sich kostenlos anmelden!

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Viele Grüsse aus dem HomeOffice
Ihr Daniel Girardet

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