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Gartner’s Top 10 strategische Technologietrends für 2019


18. Dezember 2018


Künstliche Intelligenz (KI) ist DER Technologietrend derzeit und wird auch 2019 die tiefgreifendsten Veränderungen mit sich bringen. Zu dieser Prognose kommt Gartner in seiner Analyse der 10 wichtigsten strategischen Technologietrends für Unternehmen. Alle 10 Trends werden teilweise durch KI beeinflusst.

 

Trend 1: Autonome Dinge

Autonome Dinge nutzen KI, um neue Fähigkeiten in Hard- und Software zu entwickeln. Diese Dinge werden laut Gartner mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Koordination und Intelligenz betrieben. Gartner betont, dass diese Dinge am besten für eng definierte Zwecke und nicht für allgemeine Anwendungen verwendet werden. Es wird zwischen fünf Kategorien von autonomen Dingen unterschieden:

Robotik – Fahrzeuge – Drohnen – Appliances- Gesprächspartner

 

Trend 2: Augmented Analytics

Analytik ist zu einem integralen Bestandteil von Geschäftsprozessen geworden, aber die zunehmende Menge und Komplexität von Daten stellt eine Herausforderung dar, mit der schlecht Schritt gehalten werden kann. Augmented Analytics kann hier unterstützen, indem automatisierte Algorithmen zur Verfügung gestellt werden, um mehr Hypothesen zu erforschen und Datenanalysen besser zu verwalten.

Gartner prognostiziert, dass bis 2020 mehr als 40% der datenwissenschaftlichen Aufgaben automatisiert sein werden, was zu einer höheren Produktivität und einer breiteren Nutzung durch sogenannte „Citizen Data Scientists“ (Laien, die Zugriff auf Datenanalyse-Tools haben) führt.

Dabei geht es nicht darum, Menschen zu ersetzen, sondern vielmehr, Menschen durch KI zu fördern. Über natürlich-sprachliche Benutzeroberflächen können Vertriebsmitarbeiter fragen, ob sie auf dem besten Weg sind, die Quote zu erreichen. Das System kann dann sowohl Daten als auch Erkenntnisse liefern.

 

Trend 3: KI-getriebene Entwicklung

KI-gestützte Entwicklungsprozesse erleichtern die Einbindung künstlicher Intelligenz in Anwendungen durch Tools, Technologien und Best Practices.

 

Trend 4: Digitaler Zwilling

Ein digitaler Zwilling ist eine Nachbildung von physischen Werten, Prozessen, Menschen, Orten, Systemen und Geräten, die für verschiedene Zwecke verwendet werden können. Digitale Zwillinge ermöglichen eine proaktive Überwachung von Systemen, bevor Probleme auftreten, und sie bieten neue Entwicklungsmöglichkeiten durch Simulation. Während digitale Zwillinge nicht neu sind, erhöht die KI Simulationen, um Chancen zu identifizieren. Darüber hinaus ermöglicht die engere Verknüpfung von virtuell und real eine stärkere Interaktion mit Wenn-dann-Szenarien.

 

Trend 5: Empowered Edge

Edge Computing ist eine Architektur, die Cloud Computing ergänzt und Datenverzögerungen reduziert, indem sie Funktionen nahe an die Benutzer, Geräte und Daten heranbringt, die diese Ressourcen benötigen. Ein Großteil des Fokus für Edge Computing ist auf die Notwendigkeit von Internet of Things (IoT)-Systemen zurückzuführen, um verteilte Funktionen bereitzustellen. Beim IoT-verbundenen Edge Computing geht es darum, Edge-KI-Geräte mit besserer Chip-Technologie, größerer Rechenleistung, mehr Speicherplatz und anderen Ressourcen zu unterstützen und mit Architekturen wie 5G zu kommunizieren, die im nächsten Jahr in Betrieb gehen werden.

 

Trend 6: Immersive Experiences

Immersive Erfahrungen umfassen Augmented, Mixed und Virtual Reality Umgebungen sowie Gesprächsschnittstellen und sprachaktivierte intelligente Geräte. Gartner prognostiziert, dass bis 2022 70% der Unternehmen mit immersiven Technologien für die Nutzung durch Verbraucher und Unternehmen experimentieren werden, und 25% werden diese Umgebungen in der Produktion eingesetzt haben.

 

Trend 7: Blockchain

Blockchain-Technologien könnten Kosten senken, die Transparenz verbessern und es Menschen ohne Zugang zu zentralen Ressourcen ermöglichen, Transaktionen durchzuführen – und das unter Wahrung der Sicherheit der beteiligten Parteien. Jedoch bleibt Blockchain bis dato im Entstehen begriffen und weithin unerprobt.

 

Trend 8: Intelligente Räume

Smart Spaces bringen Technologien und Trends zusammen. Menschen und technologiegestützte Systeme interagieren in immer offeneren, vernetzten, koordinierten und intelligenten Ökosystemen. Mit Hilfe neuer Technologien wie KI, Edge Computing und IoT sollen diese intelligenten Räume effizient, umweltfreundlicher und bewohnbarer in intelligenten Städten und produktiver und kooperativer in intelligenten Arbeitsplätzen sein.

 

Trend 9: Datenschutz und Ethik

Zahlreiche Datenschutzverletzungen haben das Bewusstsein für die Risiken geschärft. Unternehmen, die nicht ausreichend sensibel mit Verbraucherdaten umgehen, riskieren Rückschläge. Um den Erfolg in den Beziehungen zu den Kunden fortzusetzen und die Marke (und die Daten) des Unternehmens zu schützen, müssen Unternehmen die Kundendaten schützen und sich über die Vorschriften auf dem Laufenden halten. Andernfalls riskieren sie Kundenabwanderungen oder finanzielle und rechtliche Auswirkungen.

 

Trend 10: Quantencomputer

Diese Architektur beinhaltet eine Art nichttraditionelles Computing, das Informationen als Elemente darstellt, die als Quantenbits oder „qubits“ bezeichnet werden. Das Ergebnis des Quantencomputings sind schnellere und komplexere Rechenmöglichkeiten. Ein klassischer Computer zum Beispiel würde alle Bücher linear lesen – sehr schnell. Quantum Computing ermöglicht es einem Computer, alle Bücher gleichzeitig zu lesen. Quantencomputer und KI benötigen intensive Rechenressourcen, um ihre Aufgaben zu erfüllen.

 

Während diese Trends an Fahrt gewinnen, sind nicht alle bereits reif für den Einsatz im Unternehmen bzw. weit verbreitet. Viele werden sich in den nächsten Jahren weiter entwickeln. Und es ist wichtig zu beachten, dass selbst für die zugrunde liegende Technologie, um die es hier geht – die künstliche Intelligenz – die meisten KI-Projekte von Unternehmen noch nicht abgeschlossen sind.

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