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Arbeiten Digital – Mehr als nur Technologie

- 21. March 2018 09:42

Ich höre oft, dass beim Thema Digitalisierung über die „Arbeit der Zukunft“ gesprochen wird. Ich wundere mich dann immer etwas, denn die enormen Veränderungen in unserer Lebens- und Arbeitswelt finden doch jetzt bereits statt. Ich spreche darum lieber von „Arbeiten in digitalen Zeiten“. Damit meine ich den vielschichtigen Wandel aller Arbeitsformen und -bereiche, der durch digitale Technologien getrieben wird und der zu Veränderungen für MitarbeiterInnen, Führungskräfte und Organisationsformen führt.

In allen Bereichen bestimmen aus meiner Sicht vier neue Paradigmen unsere Arbeitswelt, über die wir bisher zu wenig nachdenken und diskutieren. Ich lade Sie herzlich ein, mitzumachen – explizit auch bei unserem Cisco-Themenmonat.

Digitaler Erfolg braucht neue Kultur und neues Vertrauen

Neue Technologien sind echte Gamechanger für die Art, wie wir arbeiten und Unternehmen führen. Egal ob es um Homeoffice, flexible Teamstrukturen oder standortübergreifendes Arbeiten geht – alles schon heute möglich durch technische Lösungen und Tools, die kinderleicht funktionieren. Die Vorteile dieser Entwicklungen liegen für Unternehmen auf der Hand: Zufriedenere und selbständigere Mitarbeiter, höhere Agilität für neue Anforderungen von Kunden, drastische Reduktion von Kosten für Fahrten, Mieten und Reisestunden. Wer aber wirkliche Agilität und Eigenverantwortung von seinen Teams erwartet, muss ihnen das entsprechende Vertrauen geben. Aus meiner Erfahrung gilt: Homeoffice und Präsenzkultur passen nicht zusammen, Flexibilität und Micro-Management auch nicht.

Nur wenn Unternehmen ihre Technologien und Kultur gleichzeitig weiterentwickeln, können sie die Potenziale für das „Arbeiten in digitalen Zeiten“ nutzen. Damit geht auch ein neues Bewusstsein für Verantwortung einher. Führungskräfte und Mitarbeiter müssen neu denken, wie sie Arbeitszeiten steuern. Hohe Flexibilität bedeutet nicht, dass Grenzen wegfallen. Flexibilität bedeutet: Vorteile nutzen und Nachteile vermeiden. Jede(r) MitarbeiterIn muss bewusst entscheiden, wann und wie viel gearbeitet wird. Und jede Organisation muss den richtigen Weg an Zielen, Freiheiten und Vorgaben finden. Je mehr Freiheiten wir geben, desto größer wird aus meiner Erfahrung der Erfolg.

Technologie macht agiler

Ich habe eben eine „höhere Agilität“ als Vorteil für Unternehmen genannt. Beispiel Cisco Deutschland: Unsere gut 1000 MitarbeiterInnen arbeiten im ganzen Land und ihre Fähigkeiten sind lokal nicht gleichmäßig verteilt. Wenn eine besondere Kundenanforderung die Zusammenarbeit von Experten aus verschiedenen Bereichen und Ländern nötig macht, können wir mithilfe unserer Tools ein Team in kürzester Zeit arbeitsfähig machen. Drei Technologien nutzen wir dabei alle täglich und ganz selbstverständlich:

  • High Definition Video-Gespräche, die intuitiv zu bedienen sind und sich ganz natürlich anfühlen
  • verschlüsselte und Cloud-basierte Datenablagen, die sicheren Dokumentenzugriff und Informationsaustausch von jedem Ort der Welt ermöglichen
  • Business Messaging, das ellenlange Emails ersetzt und Kommunikation in Echtzeit ermöglicht

Solche Tools machen unsere Agilität und neue Formen der Zusammenarbeit erst möglich. Zementierte Strukturen gibt es fast gar nicht mehr bei uns. Bei uns entscheiden die Fähigkeiten und Interessen an welchem Projekt man arbeitet, nicht der Wohnort. Entsprechend haben 60 % unserer Mitarbeiter ihre Teams und Führungskräfte außerhalb ihres Büros. Technologie schafft die Basis hierfür.

(Fast) Jeder Job hat einen IT-Bezug.

Ich sehe mit Begeisterung, wie Künstliche Intelligenz, Cloud-Dienste, Big Data, Internet of Things, und maschinelles Lernen unsere Arbeitsabläufe besser machen – und zwar in jeder Branche und potenziell jedem Unternehmen: Eingebaute Sensoren in Reifen zeigen Spediteuren an, wann wegen Verschleiß ein Austausch ansteht. Die effiziente Logistik in Warenhäusern wird maßgeblich durch IoT und sogar Blockchain getrieben. Virtuelle Assistenten können das Meeting-Management in jedem Unternehmen unterstützen – dank KI-Bots, die natürliche Sprache und Kontext verstehen.

Also: Egal welcher Job, es gibt einen IT-Bezug (dazu auch mein Blog zu Digital Skills). Wenn wir das erkennen, wird klar: Wir brauchen MitarbeiterInnen, die keine Berührungsängste vor IT haben. Wenn wir es schaffen, unsere Teams für IT zu begeistern, kann eine unglaubliche Dynamik entstehen. Das ist eine große Herausforderung, denn das Unbekannte bringt oft Unbehagen mit sich. Es ist aber wichtig, alle MitarbeiterInnen mitzunehmen, sie weiter zu bilden und für neue Aufgaben zu motivieren – dafür braucht es vollen Einsatz von jedem im Management. Dann wird auch jedem/r MitarbeiterIn klar sein: Ich muss die neuen Technologien anwenden können.

Digitalisierung macht Spaß

Ja, das ist ernst gemeint. Und jeder, der zu Hause schon mal seine Heizung mit dem Handy gesteuert hat, weiß das. Das Problem: Wer im Smart Home lebt, möchte am Arbeitsplatz nicht wieder in die Steinzeit. Das wird noch oft genug ignoriert. Moderne Ausstattung bei den Firmen-PC’s, Systeme für Videokonferenzen oder für das Chatten mit Kollegen machen einen echten Unterschied. Sie steigern die Motivation, Spaß und den Stolz auf die Firma – on top kommt dann noch die deutlich höhere Produktivität dazu. Auch moderne Ausstattung ist für mich „Arbeiten in digitalen Zeiten“.

Muss jetzt also jedes Unternehmen sofort alle PCs austauschen? Natürlich nicht. Es ist wichtig, dass die digitale Technik einen unternehmerischen Mehrwert liefert und gleichzeitig spürbar etwas beim Verhalten der Mitarbeiter ändert. Also lieber gezielt ein, zwei digitale Highlights setzen mit einfachem Zugang für jeden und dann nach und nach weiter entwickeln. Positiver Nebeneffekt: Eine Arbeitsatmosphäre, die inspiriert, fortschrittlich ist und Spaß macht, ist gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ein echter Pluspunkt.

„Arbeiten Digital“ lebt vom Austausch – machen Sie mit

Sie sehen, das „Arbeiten in digitalen Zeiten“ eröffnet viele Chancen für Unternehmen, auch wenn uns die neuen Entwicklungen ab und an vor Herausforderungen stellen. Insgesamt bin ich allerdings davon überzeugt, dass Technologie unsere Arbeit besser machen wird. Und zwar für alle Seiten.

Wenn Sie mehr zum Thema „Arbeiten Digital“ wissen möchten, besuchen Sie gerne unsere Themenseite. Oder schalten Sie sich in unserem Webinar mit Teilnehmern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft am 3. Mai dazu. 

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