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Wann lohnt sich die Cloud?

Unter betriebswirtschaftlichem Gesichtspunkt gilt es bei der Einführung einer Cloud, eine Vergleichbarkeit zwischen dem Eigenbetrieb und einem ausgelagerten Betrieb zu erreichen. Dazu müssen Elemente eingebracht werden, die neben dem objektiven Aufwand, zum Beispiel für die Anschaffung oder Bereitstellung, zusätzlich die Mehrwerte im jeweiligen Betriebsmodell beschreiben und bewerten. Die Cloud wird sich zwar zunehmend durchsetzen, aber der Eigenbetrieb von Anwendungen kann in einigen Fällen durchaus von Vorteil sein. So lohnt er sich unter Umständen bei hoch spezialisierten Arbeitsprozessen, die sich nur selten ändern sowie geringe Aktualisierungs- und Supportkosten erzeugen. Bestimmte Prozesse dürfen Unternehmen gar nicht auslagern, etwa wenn Staatsgeheimnisse tangiert sind. Doch selbst Finanzinstitute, Rechtsanwälte oder Krankenhäuser arbeiten heute bereits mit sensiblen Kunden- und Patientendaten in streng abgeschirmten Private Clouds.

Ob sich die Auslagerung in die Wolke tatsächlich lohnt, ist in jedem Einzelfall zu entscheiden, da jedes Unternehmen andere Voraussetzungen mitbringt und andere Ansprüche hat. Dazu sind neben der Effizienzsteigerung und leichteren Skalierbarkeit der Arbeitsprozesse auch die Kosten zu berücksichtigen. Ein wichtiger Teil der Überlegungen besteht darin, die Kapitalkosten und operativen Kosten der Lösung in Eigenregie gegen das Cloud-Angebot gegenzurechnen. Dabei ist es mitunter nicht so einfach, die operativen Kosten einer On-Premise-Lösung vollständig zu ermitteln. Zum Beispiel wird immer wieder der Aufwand für das Einrichten und Betreiben von Backups, Konfigurationen oder Rechtevergabe vergessen. Umgekehrt ist die Frage zu stellen, ob wirklich alle Kapitalkosten für die Auslagerung der Daten und Anwendungen in die Cloud berücksichtigt sind.

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Die laufenden Kosten sind bei einer Cloud-Lösung meist deutlich geringer als bei der Eigenlösung, da sich der Provider um Aktualisierungen, Backups, Konfigurationen, Sicherheitsmaßnahmen und meist auch um die Rechtevergabe an die Mitarbeiter kümmert. Zudem steigert sich die Effizienz der Prozesse, da nur wenige Klicks für Nutzung oder Skalierung nötig sind und die Provider heute in der Regel eine ähnlich hohe Performance und Zuverlässigkeit wie das eigene Rechenzentrum gewährleisten. Zudem bietet sich zwangsläufig ein Partner mit globalem Betrieb und Erfahrung an, wenn der Aufwand für den Eigenbetrieb in mehreren Zeitzonen zu kalkulieren sowie entsprechende Anforderungen aus lokalen Compliance-Anforderungen zu berücksichtigen sind.

TCO und ROI sind dann aber wiederum für den Einzelfall zu berechnen. Hier können Tools wie der ROI-Calculator von Cisco eine erste Orientierung bieten. Empfehlenswert wäre bei jedem größeren Projekt ein erfahrener, zertifizierter Lösungspartner, der die Vor- und Nachteile einer Cloud- versus Eigenlösung ermittelt. In der Regel wird jedoch die Cloud-Variante auf Dauer günstiger sein, da der Anteil der Kapitalkosten deutlich sinkt. Und die operativen Kosten steigen nur moderat, wenn überhaupt, da Standardhardware und -software zum Einsatz kommen.

Dieser Wandel von Kapital- zu operativen Kosten hat sich in anderen Bereichen bereits längst durchgesetzt. So repariert kaum ein Unternehmen mehr Firmenautos selbst oder betreibt die Heizung in Eigenregie. Genauso selbstverständlich wird dies in naher Zukunft auch für IT-Infrastruktur und -Management sein. Diese stellen schließlich für die meisten Unternehmen kein Asset dar und lassen sich daher auslagern.

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Die Wirtschaftlichkeit der Cloud

Im Jahr 2011 haben mehr als 50 Prozent der Unternehmen mit einer Cloud-Migration begonnen und damit erkannt, dass Cloud-Lösungen und -Services ein ungeheures wirtschaftliches Potenzial bieten.

Der Trend geht hin zu einer vernetzten World of many Clouds, in der Nutzer jederzeit, mit jedem Gerät und von jedem Punkt auf dem Globus aus auf Cloud-Services zugreifen können. Unabhängig davon, ob es sich dabei um Private-, Public- oder Hybrid Cloud-Services handelt.

Unternehmen profitieren, neben einer Reduzierung von Kapital- und Betriebskosten, von der Möglichkeit, Ressourcen in der Cloud gemeinsam zu nutzen und Services dynamisch und bedarfsgerecht bereitzustellen. Dadurch lassen sich flexible Geschäftsmodelle realisieren, die – unabhängig vom geografischen Standort und der Größe des Unternehmens – eine schnellere und effizientere Einführung skalierbarer Services ermöglichen.

In einigen Fällen können Geschäftsanwendungen, die durch Bereitstellung, Administration und Personalkosten einst Millionen Euro gekostet haben nun für einige hundert Euro pro Monat über eine externe private Cloud realisiert werden.

Die Entscheidung für eine Cloud-Lösung wird auf Seiten der Unternehmen maßgeblich durch jene Faktoren bestimmt, die sich in erster Linie direkt auf das Umsatzwachstum und die Gewinnsteigerung auswirken:

Faktoren für ein höheres Umsatzwachstum:

  • Verbesserte Flexibilität, Reichweite und Skalierbarkeit
  • Neue Dienstleistungen und Differenzierung von Wettbewerbern, indem neue Technlogien schneller eingeführt werden können

Gewinnorientierte Faktoren:

  • Höhere Flexibilität, Auslastung und Effizienz im Rechenzentrum
  • Geringer Betriebskosten
  • Niedrigerer Gesamtbetriebskosten für Anwendungen

Wie wirtschaftlich die Cloud darüber hinaus noch sein kann, haben wir in unserer Infografik für Sie zusammengestellt: Cisco Visualization | Economics in the Cloud

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